Ideathon Green-Coding & nachhaltige IT-Infrastrukturen
Kompetenzentwicklung für nachhaltige IT
Am 9. Januar 2026 haben Vertreter*innen des Informatik-Studiengangs der Hochschule Bremerhaven
in Kooperation mit dem Bundesministerium Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
und unter Mitwirkung von Vertreter*innen des ECO:DIGIT-Projektes einen Ideathon durchgeführt,
bei dem es darum ging, wie zum Beispiel durch Green Coding und offene Softwarepraktiken
nachhaltige digitale Anwendungen und Cloud-Infrastrukturen entstehen können.
Zudem wurden Ideen gesammelt und konkretisiert, wie Green Coding und Kompetenzen für nachhaltige Softwareentwicklung
stärkere Verbreitung in der Software-Ausbildung und -Praxis finden können.
Bei diesem Ideathon standen die kreative Ideenfindung, die schnelle Konkretisierung und die praktische Umsetzung im Vordergrund. In vier Workshops wurden innovative und nachhaltige Ansätze zum Thema "Green-Coding & nachhaltige IT-Infrastrukturen" erarbeitet.
Kurzfristig wurde die Veranstaltung aufgrund der Witterungsverhältnisse auf ein hybrides Format umgestellt.
Dazu hat das Ideathon-Team der Hochschule Bremerhaven ein einfaches Setting mit Open-Source-Werkzeugen
(BigBlueButton, Hedgedoc, Excalidraw) eingerichtet, sodass Personen sowohl in Präsenz als auch online teilnehmen konnten.
Fachlicher Hintergrund
Green Coding bezieht sich auf die Entwicklung von Software mit möglichst geringem Energie- und Ressourcenverbrauch. In einer Workshopreihe zu Green Coding des Projektes Community Nachhaltige Digitalisierung des BMUKN wurden Ende 2023 Ansätze erarbeitet, um die Nachhaltigkeitsbemühungen in der Softwareentwicklung zu stärken. Die Ergebnisse wurden im Booklet Green Coding veröffentlicht. Dort wird Green Coding zum einen mit Bezug zu einem möglichst geringen Energieverbrauch der Software definiert. Zum anderen ist das Ziel von Green Coding bezogen auf die Hardwareressourcen "die Ermöglichung einer langen Nutzung der technischen Infrastruktur durch effizientere Software.“ (Green Coding Booklet, S. 5)
Konkrete Anforderungen und Kriterien für nachhaltige Software finden sich im Umweltzeichen Blauer Engel für ressourcen- und energieeffiziente Software , mit dem Software zertifiziert werden kann, die entsprechende Nachhaltigkeits-Anforderungen erfüllt.
Für Entwickler*innen bieten die Anforderungen dieses Umweltzeichens eine Leitlinie zur Identifizierung von Umweltbelastungen durch Software und für Ansatzpunkte, um diese zu reduzieren.
Verbraucher*innen und staatliche Beschaffungsstellen können sich auf Basis der Zertifizierungen mit dem Blauen Engel für den Einsatz von Software entscheiden, die sparsam mit Hardwareressourcen umgeht und energiesparend ist.
In diesem Ideathon wurden sowohl Konzepte ressourcensparsamer Software- und Infrastruktur-Entwicklung aufgezeigt und erarbeitet, als auch Ansätze diskutiert, wie die Vermittlung von Green-Coding-Kompetenzen in IT-Ausbildungen verankert werden kann. Die in der ersten Workshophälfte entwickelten Ideen wurden in einer Zwischenrunde gruppenübergreifend ausgetauscht und anschließend weiterentwickelt mit dem Ziel praktischer Handlungsempfehlungen.
Während der Workshops wurden Ideen jeweils in einem gemeinsam bearbeitbaren Dokument (Hedgedoc) gesammelt. Diese Hedgedocs können über den Link des jeweiligen Workshops (siehe unten) erreicht werden. Darin sind auch weitere Infos zum Workshop enthalten.
Bei diesem Ideathon standen die kreative Ideenfindung, die schnelle Konkretisierung und die praktische Umsetzung im Vordergrund. In vier Workshops wurden innovative und nachhaltige Ansätze zum Thema "Green-Coding & nachhaltige IT-Infrastrukturen" erarbeitet.
Kurzfristig wurde die Veranstaltung aufgrund der Witterungsverhältnisse auf ein hybrides Format umgestellt.
Dazu hat das Ideathon-Team der Hochschule Bremerhaven ein einfaches Setting mit Open-Source-Werkzeugen
(BigBlueButton, Hedgedoc, Excalidraw) eingerichtet, sodass Personen sowohl in Präsenz als auch online teilnehmen konnten.
Fachlicher Hintergrund
Green Coding bezieht sich auf die Entwicklung von Software mit möglichst geringem Energie- und Ressourcenverbrauch. In einer Workshopreihe zu Green Coding des Projektes Community Nachhaltige Digitalisierung des BMUKN wurden Ende 2023 Ansätze erarbeitet, um die Nachhaltigkeitsbemühungen in der Softwareentwicklung zu stärken. Die Ergebnisse wurden im Booklet Green Coding veröffentlicht. Dort wird Green Coding zum einen mit Bezug zu einem möglichst geringen Energieverbrauch der Software definiert. Zum anderen ist das Ziel von Green Coding bezogen auf die Hardwareressourcen "die Ermöglichung einer langen Nutzung der technischen Infrastruktur durch effizientere Software.“ (Green Coding Booklet, S. 5)
Konkrete Anforderungen und Kriterien für nachhaltige Software finden sich im Umweltzeichen Blauer Engel für ressourcen- und energieeffiziente Software , mit dem Software zertifiziert werden kann, die entsprechende Nachhaltigkeits-Anforderungen erfüllt.
Für Entwickler*innen bieten die Anforderungen dieses Umweltzeichens eine Leitlinie zur Identifizierung von Umweltbelastungen durch Software und für Ansatzpunkte, um diese zu reduzieren.
Verbraucher*innen und staatliche Beschaffungsstellen können sich auf Basis der Zertifizierungen mit dem Blauen Engel für den Einsatz von Software entscheiden, die sparsam mit Hardwareressourcen umgeht und energiesparend ist.
In diesem Ideathon wurden sowohl Konzepte ressourcensparsamer Software- und Infrastruktur-Entwicklung aufgezeigt und erarbeitet, als auch Ansätze diskutiert, wie die Vermittlung von Green-Coding-Kompetenzen in IT-Ausbildungen verankert werden kann. Die in der ersten Workshophälfte entwickelten Ideen wurden in einer Zwischenrunde gruppenübergreifend ausgetauscht und anschließend weiterentwickelt mit dem Ziel praktischer Handlungsempfehlungen.
Während der Workshops wurden Ideen jeweils in einem gemeinsam bearbeitbaren Dokument (Hedgedoc) gesammelt. Diese Hedgedocs können über den Link des jeweiligen Workshops (siehe unten) erreicht werden. Darin sind auch weitere Infos zum Workshop enthalten.
Informationen zu den Workshops des Ideathon:
-
Workshop 1 - Green Coding in nachhaltigen Infrastrukturen
Mit Prof. Dr. Oliver Radfelder, Hochschule Bremerhaven zur Fragestellung: Wie können verteilte Softwarearchitekturen durch Entkopplung zum Beispiel mit redis beziehungsweise valkey nachhaltiger umgesetzt werden? -
Workshop 2 - Messen des Energiebedarfs von Software
Mit Jan Ole Seutter, Franjo Gießel, Lamis Aiche und Lennart Steffen, Informatikstudierende der Hochschule Bremerhaven zur Fragestellung: Wie können wir mit einem containerisierten Setup eine hardware-unabhängige Messumgebung aufbauen, um den Energiebedarf von Software zu vergleichen? -
Workshop 3 - Verbrauchsbewusste Sovereign Cloud Stack konforme Cloud Umgebungen
Mit Josefine Kipke und Felix Kronlage-Dammers, Open Source Business Alliance und ECO:DIGIT-Projekt zur Fragestellung: Wie können mit offenen Standards und Open Source Software nachhaltige Cloud-Lösungen realisiert und vergleichbar gemacht werden? -
Workshop 4 - Green-Coding-Kompetenzen in Informatik- und IT-Lehrplänen
Mit Prof. Dr. Karin Vosseberg und Prof. Dr. Ulrike Erb, Hochschule Bremerhaven zur Fragestellung: Wie können Green-Coding-Kompetenzen als Querschnittsthemen und in praxis-/projektorientierten Modulen in IT-Curricula verankert werden: in Hochschule, Fachinformatikausbildung, Weiterbildung ...?
Insbesondere für das praktische Coding wurde eine ressourcensparsame open-source-basierte containerisierte Infrastruktur
des Studienbereichs Informatik der Hochschule Bremerhaven eingesetzt (siehe Infrastruktur-Umgebung).
Der Zugang kann schnell am jeweiligen Veranstaltungsort eingerichtet werden und ist gleichzeitig ein Implementierungsbeispiel
für eine nachhaltige Infrastruktur.
Die entstandenen interdisziplinären Netzwerke sollen ausgebaut und die diskutierten Ansätze weiterentwickelt werden.
Eine Dokumentation der Ergebnisse werden wir bald hier verlinken.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die spannenden Diskussionen.
Ulrike Erb Karin Vosseberg
Oliver Radfelder
für das Ideathon-Team der Hochschule Bremerhaven
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die spannenden Diskussionen.
Ulrike Erb Karin Vosseberg
Oliver Radfelder
für das Ideathon-Team der Hochschule Bremerhaven
Wann: Freitag, 9. Januar 2026 – 10:00 bis 16:00 Uhr
Wo: Haus der Wissenschaft, Bremen, Sandstraße 4/5
Zielgruppe: Lehrende, Studierende, Personen aus der IT-Praxis (Unternehmen, Verwaltung), Personen aus IT- und Umweltpolitik und weitere Interessierte
Anmeldung beendet
Wo: Haus der Wissenschaft, Bremen, Sandstraße 4/5
Zielgruppe: Lehrende, Studierende, Personen aus der IT-Praxis (Unternehmen, Verwaltung), Personen aus IT- und Umweltpolitik und weitere Interessierte
Anmeldung beendet